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Visiris Projektablauf Teil II: Die Dreharbeiten

Unsere Erfahrungen

Jährlich produzieren wir bei Visiris zahlreiche Filmproduktionen wie Recruitingfilme, Imagefilme, Werbespots, Musikvideos, Reportagen und anderes mehr. Der vielleicht aufregendste Teil unserer Produktionen sind die Dreharbeiten. Mein Team und ich bewältigen diese mithilfe eines Systems und bewährter Prozesse, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte. Mein Name ist Frank König und ich befasse mich seit knapp 20 Jahren ganz bewusst mit der Produktion von Filmen. Mein Wissen eigne ich mir, wie so viele Filmemacher meiner Generation, aus Büchern und Youtube-Videos, aber auch in Studiengängen, Seminaren und Kursen an. Wenn es aber richtig zur Sache geht und am Set alle Augen auf Sie als Entscheider gerichtet sind, dann hilft die pure Theorie und alles Gelernte oft nicht weiter. Dann ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und mit Ihrem praktischen Können und Ihrer Erfahrung zu brillieren.

Die Ruhe vor dem Sturm

Die Dreharbeiten sind der vielleicht intensivste Arbeitsschritt bei der Produktion eines Filmes und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen sind die Dreharbeiten meist der kostspieligste Produktionspart, zum anderen sind hier alle Beteiligten voll und ganz in ihrem Element und elektrisiert von der Aufgabe, die es zu bewältigen gilt – zumindest bei uns von Visiris ist das so. Das Rückgrat unserer Dreharbeiten bildet der zuvor erstellte Drehplan, der neben dem Drehbuch auch eine Shotlist enthält. Wer mehr darüber erfahren möchte, wird in unserem Artikel über die Konzeptphase der Filmproduktion fündig. Um einen gelingenden Drehtag für unsere Kunden und Partner zu garantieren, ist es wichtig, dass jedes Teammitglied seine Aufgaben genau kennt und so viele unbekannte und störende Faktoren wie möglich bereits im Vorfeld beseitigt wurden. Bei den großen Hollywood-Produktionen sind bekanntlich Dutzende Menschen am Set, von denen jeder eine klar definierte Aufgabe zugewiesen bekommt. Auf diese Weise kann später der Ursprung von möglichen Problemen unmissverständlich auf das vermeintlich „schwache Glied“ im Stab zurückgeführt werden. Wir von Visiris sind eine wachsende Filmproduktion aber wir müssen mit weit weniger Helfern auskommen und dennoch sicher und routiniert Ergebnisse erzielen, die die Zuschauer unserer Filmprojekte verblüffen und nachhaltig beeindrucken.

Dreh - Visiris Projektablauf Teil II: Die Dreharbeiten

Wer ist zuständig für was?

Damit es an unseren Sets geordnet zugeht, ist es also von größter Bedeutung, dass eindeutig zugeordnet wird, wer für welche Aufgabe zuständig ist. Die verschiedenen Herausforderungen, die ein Werbefilmdreh mit sich bringt, müssen sinnvoll auf unser Team verteilt werden, so dass Synergie entsteht und wir durch teamwork und Routine das bestmögliche Resultat für unsere Kunden erreichen. Bei einem typischen Drehtag könnten die Aufgaben also verteilt werden wie folgt:

  • Unser Projektleiter Mika kümmert sich darum, dass alles und jeder für die jeweilige Zeit am jeweiligen Ort bereit ist. Er behält den Überblick über das Set und kann jeder Darstellerin, dem make up Artist und der Drohnenpilotin erklären, wann ihr Einsatz kommt. Außerdem behält er die Technik im Blick, sorgt dafür, dass ausreichend Speicherplatz auf den Speicherkarten vorhanden ist, die Akkus immer wieder geladen werden und dass auch die Stromversorgung für unsere Lichter überall gewährleistet ist.
  • Unser Kameramann Tobi kümmert sich um das bestmögliche Zusammenwirken der gegebenen Räumlichkeit, des Lichts und der Kameraeinstellung. Meist beginnen wir mit der Gestaltung des Interieurs, der Möbel und der Gegenstände im Raum sowie der Platzierung der Protagonisten während der geplanten Szene. Anschließend entscheiden wir über die Lichtgestaltung. Erst wenn das Setting unserer Vorstellung entspricht, richten wir unsere Kameras darauf.
  • Als Visiris-Gründer führe ich bis heute Regie bei unseren Projekten. Das bedeutet, dass ich den Worten auf unserem Drehplan Leben einhauche und die gemeinsame Vorstellung, die wir mit und für unsere Kunden entwickelt haben, so bildgewaltig und adäquat wie möglich inszeniere. Dabei ist es wichtig, einen guten Draht zu allen Darstellern zu haben und mich blind auf mein Team verlassen zu können.
  • Neben dem Visiris-Kernteam unterstützen uns auf unseren Drehs auch andere talentierte Menschen aus unserem Netzwerk, das wir liebevoll als Visiris-Family bezeichnen. Darunter Musiker wie Daniel Gerhard oder Jan Patscheck, Drohnenpilot Artur Redecker, make up Artists oder auch Veranstaltungstechniker wie Sebasian Meyer.

Unser derzeitiges Filmequipment

Bei Visiris arbeiten wir gegenwärtig hauptsächlich mit Kameras von Blackmagic Design und Scheinwerfern von Aputure. Wir filmen hochauflösend (mit bis zu 6K-Auflsöung) und im datenintensiven Raw-Format, so dass wir nachträglich in der Postproduktion über die volle Freiheit in der Gestaltung unserer Aufnahmen verfügen. Die maximale Kontrolle spielt für uns schon während der Dreharbeiten eine bedeutende Rolle, weshalb wir uns nicht auf Modi wie Autofokus oder Autobelichtung verlassen. Wir steuern unsere Kameras manuell und nähern uns auf diese Weise unserer Vorstellung so genau wie nur möglich an. Auch wenn es um die Kameraführung geht, spielt Equipment häufig eine große Rolle, so verfügen wir über Stative mit fluiden Köpfen für weiche Pan- und Tilt-Schwenks, einer Schiene für Kamerafahrten und einem Gimbal für kompliziertere Bewegungsabfolgen am Drehort. Unsere Aputure Scheinwerfer sind handlich und zugleich unglaublich lichtstark. Sollten wir für ein besonders aufwändiges Projekt aber doch noch mehr Licht benötigen, wenden wir uns an den Equipment-Verleiher unseres Vertrauens und stocken entsprechend auf.

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Unglaubliche Zeitlupen

Mit unserer derzeitigen A-Kamera, der Blackmagic Design Ursa Mini Pro 4.6K G2, nehmen wir im hochwertigen Raw Format mit bis zu 300 Bildern pro Sekunde auf. Das entspricht einer beeindruckenden 12,5 fachen Zeitlupe. Selbst schnellste Bewegungen, etwa von Sportlern, Dressurpferden oder vorbeifliegenden Vögeln, werden so klar und deutlich ersichtlich. Filmt man reißende Flüsse oder glühende Lagerfeuer mit einer solchen Geschwindigkeit erhält man traumhafte und beinahe hypnotische Eindrücke für sein Filmprojekt.

Der beste Job der Welt

Auch wenn vor allem die Dreharbeiten eine schweißtreibende Angelegenheit sind und man gerade am Anfang nicht selten noch mehrere Tage danach mit einem Muskelkater zu kämpfen hat, lohnt es sich, diese besondere Arbeit zu erlernen und auszuführen. Als ich anfing meinen Lebensunterhalt mit dem Filmemachen zu bestreiten, war ich weit davon entfernt, so ein gut eingespieltes und professionelles Team wie die Visiris Filmmakers um mich zu haben. Ich kümmerte mich selbst um das Konzept, um die Drehplanung, um die Dreharbeiten und die Postproduktion. Auf diese Weise kommt man vielleicht nicht gerade der eigenen Mona Lisa näher aber dafür lernt man sehr viel über das Filmemachen und generell über Projektmanagement in sehr kurzer Zeit. In den ersten paar Jahren habe ich mir so ein Grundwissen über jeden relevanten Arbeitsschritt unserer Filmproduktionen angeeignet und noch wichtiger ist, dass ich selbst entdecken konnte, welche Aufgaben mir am besten liegen. Heutzutage, wo es auch um Effizienz geht, konzentriere ich mich, wann immer es möglich ist, nur auf meine Kompetenzen, die da wären: Konzept- und Drehbucherstellung sowie Kamera und Regie. In mittelfristiger Zukunft schwebt mir vor auch die Kameraarbeit Teammitgliedern zu übergeben, die dafür noch mehr brennen als ich. Ein Tipp für die Dreharbeiten: Vielleicht bewältigen auch Sie gerade noch mehrere Aufgaben der Filmproduktion und sind sowohl für die Dreharbeiten als auch für die Postproduktion zuständig. Versuchen Sie hier in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Vergegenwärtigen Sie sich, dass, je besser Sie nun bei den Dreharbeiten abliefern, desto besser Sie später in der Postproduktion bestehen werden. Tuen Sie sich also selbst einen Gefallen und geben Sie alles!

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Buchtipps zum Thema

Natürlich ist Praxis-Wissen unbezahlbar und seine Filmtechnik sollte man kennen, wie seine Westentasche. Ebenfalls eine praktische Herausforderung ist der Umgang mit den Darstellerinnen und Darstellern vor der Kamera. Das Sammeln praktischer Erfahrungen ist hier unerlässlich. Allerdings gibt es empfehlenswerte Lektüre, die einen bereits im Vorfeld darauf einstimmt, was einen am Set erwartet und die dann dabei hilft, schneller zu verstehen. Zwei Bücher, die mir dabei geholfen haben, verlinke ich für Sie.

Oberstes Gebot: Daten sichern!

Nach einem langen und anspruchsvollen Drehtag ist die Arbeit noch nicht getan. Bevor der geübte Filmemacher sich auf direktem Weg auf das heimische Sofa begibt, wo er sich zum krönenden Abschluss des Tages einen Spielfilm gönnt, darf er nicht vergessen, die gefilmten Aufnahmen zu sichern. Ja, Drehtage dauern häufig bis spät in die Nacht aber die Sicherung der Daten ist nötig, denn, schleicht sich hier ein Fehler ein, muss der gesamte Drehtag wiederholt werden. Dies kostet Nerven, Geld und nicht zuletzt Ihren guten Ruf. Außerdem empfiehlt es sich in ein sicheres und qualitatives Speichermedium zu investieren, um die Sicherung der Daten für Kunden und Partner zu gewährleisten. Wenn dann alle Daten gesichert und am besten auch das Filmequipment wieder gut aufgeräumt und verstaut ist, kann man sich als Filmemacher auf den nächsten Tag freuen – denn dann folgt die Postproduktion!