#028 Drive und das Monster im Menschen

Drive (2011)

Mit Drive (2011) schuf der dänische Regiesseur Nicolas Winding Refn nach Bronson (2008) einen Film, der einen wie Klassiker vom Kaliber eines Leon - Der Profi (1994) in seinen Bann zieht. Dieser Film schwankt gekonnt zwischen Romantik und Brutalität und steigert sich bis zum Schluss in seiner unbehaglichen Ruhe.

Die Handlung

Driver (Ryan Gosling), so die einzige Betitelung des Protagonisten, repariert tagsüber Autos und arbeitet als Stuntman beim Film. Nachts verschafft er Räubern, in dem er minutiös geplante Fluchtfahrten durchführt, ein ausreichendes Zeitfenster. Sein Mentor und Arbeitgeber Shanon (Bryan Cranston) garantiert dem zwielichten Mafiosi Bernie Rose: “You put this kid behind the wheel – theres nothing he can`t do!”. Er will diesen überreden, 300.000 Doller zu investieren, um Driver endlich das tun lassen zu können, für was er augenscheinlich geboren wurde – Rennen fahren! Parallel dazu macht unser Protagonist die Bekanntschaft von Irene (Carey Mulligan) und deren Sohn Benicio, die im selben Stockwerk wohnen. Es knistert zwischen Irene und dem schweigsamen Driver und fast mutet der Film, der in Deutschland unter FSK 18 läuft, bis dahin märchenhaft an.

ABER…

Es kommt, wie es kommen muss und die Ereignisse überschlagen sich: Irenes Ehemann Standard (Oscar Isaac) wird aus dem Gefängnis entlassen und kehrt zu seiner Familie zurück. Es zeigt sich, dass er schwerwiegende, illegale Altlasten beseitigen muss, was er ohne die Hilfe seines Nebenbuhlers nicht bewältigen kann. Die Geschäfte zwischen Shanon und Mafiosi Bernie Rose laufen aus dem Ruder und plötzlich sind die Leben derer in Gefahr, die dem so ausdrucksstarken wie wortkargen Driver am Herzen liegen.

Der offizielle Trailer von Drive (2011)

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Dem schönen Sprichwort zum Trotz haben Mika und Frank wieder gute 45 Minuten über dieses Schmuckstück von Film diskutiert und dabei viele spannende Fragestellungen behandelt.

Der Driver ist kein großer Redner, soviel steht fest. Wir haben über die Darstellung von Ryan Gosling gesprochen und versucht, zu ergründen, was diese ausmacht. Weiter haben wir uns gefragt, was diesen Film im Ganzen so einzigartig macht. Ist es das Spiel mit dem Licht und das color grading, sein Tempo, die Musik oder seine Story? Was hat es eigentlich mit der FSK 18 Bewertung auf sich und ist diese gerechtfertigt? Wir haben über diese Aspekte gesprochen und den sehenswerten Spielfilm unter der 16:9-Lupe betrachtet. Außerdem sprechen wir über digital rekonstruierte Filmstars, Mikas Vorliebe für klare Filmenden und vieles mehr. Bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Hören!

Primäre Filmquelle:

Sekundäre Quellen:

P.S.: Hier gelangst du zu unserer Podcastfolge über Scorseses Kultfilm Taxi Driver.

My hands are a little dirty.
Driver (Ryan Gosling)
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