Filmen für Einsteiger – Equipment ABC

Filmen für Einsteiger

Ihr habt darüber nachgedacht Videos zu drehen aber wisst nicht wo und mit was ihr anfangen sollst? Hier Filmen für Einsteiger - Das Equipment ABC

Als Einsteiger fällt es einem schwer den richtigen Anfang zu finden. “Welche Kamera benutze ich, oder brauche ich überhaupt eine?” “Soll ich mir für viel Geld Licht und ein Mikro kaufen oder es lieber lassen?” “An was muss ich eigentlich alles denken Vorher und Nachher?” Es gibt viele Fragen wie diese, die sich jeder stellt und die zu Unsicherheiten führen. In diesem Blog, Filmen für Einsteiger, gehen wir auf alle Fragen ein und geben euch Möglichkeiten auch als Anfänger mit dem richtigen Equipment einfach ein Video zu produzieren.  

Wir haben den gesamten Blogbeitrag : Filmen für Einsteiger auch als Vlog Version.

 

Es fängt an mit dir

Egal ob ihr ein Video über euch dreht oder ob ihr auch nur hinter der Kamera steht, eure Einstellung ist bereits ausschlaggebend für das Ergebnis. Der Leitspruch ist “nehmt euch selbst nicht zu ernst!” Versucht authentisch vor der Kamera zu sein und verstellt euch nicht. Es wirkt schnell unnatürlich und das fällt dem Zuschauer auf. Auch euer Selbstbewusstsein ist wichtig, denn ihr steht hinter dem was ihr erzählt und glaubt daran. Ein Zuschauer kann nur überzeugt werden, wenn ihr es auch seid.

Gute Vorbereitung, ist die halbe Miete! 

Versucht euch auf jedes Projekt bestmöglich vorzubereiten, denn umso besser eure Vorbereitung ist, desto entspannter wird der Dreh sein. Erarbeitet euch vorher ein Konzept an welchem ihr euch Orientieren könnt und eure Vision strukturieren. Ein Konzept kann variieren je nach Größe und Aufwand des Endergebnisses. Während für ein kleines Projekt zum Beispiel bereits ein Skript genügt, sind für größere Projekte Dinge wie zum Beispiel ein Lichtkonzept und ein Storyboard für den späteren Schnitt schon fast ein Muss.  

Genauso erstellt man ein Konzept mit dem Hintergedanken “welche Zielgruppe will ich erreichen?”. Ist mein Video eher für einen Kunden ausgelegt der seriös wirken möchte oder ist es ein Urlaubsvideo für meine Verwandten und Freunde. Egal welche Zielgruppe es betrifft, man muss immer sein Konzept entsprechend anpassen um das best Möglichste Ergebnis zu erhalten.  

 

Jedes Projekt braucht eine Form von Konzept

Jedes Projekt braucht eine Form von Konzept

Welche Technik benötige ich um ein Video zu drehen.

Eine große Angst für jeden Einsteiger sind die Kosten des Equipments. Um diese Frage vorweg zu nehmen und euch zu beruhigen “Nein,ihr braucht keine Kamera für 6.000 Euro”. Denn auch hier wieder stellt sich die Frage “Für wen oder warum drehe ich dieses Video und brauche ich dafür bestimmtes Equipment”

Vorab: IHR BRAUCHT KEIN 4K!!!  Full HD zu 4K ist nicht der Unterschied der dein Video besser macht als es davor war, im schlimmsten Fall sorgt es sogar dafür, dass ihr mehr Probleme habt beim Bearbeiten. Es gibt andere Wichtige Dinge die dein Video mehr beeinflussen.  

Auf diese 3 Punkte kommt es auf jeden Fall an 

  • Licht 
  • Bild 
  • Ton 

Lichtsetzung im Bild gibt euch bereits einen großen Qualitativen Vorsprung. Ein gut ausgeleuchtetes Bild gibt das klarere Ergebnis der Kamera, da ihr weniger Rauschen im Bild habt und es lässt eure Person vor der Kamera besser aussehen. Es gibt verschiedene Arten auszuleuchten von kostenlos bis teuer, auch hier macht euch Gedanken was dreht ihr und wie soll euer Ergebnis sein und entscheidet euch daraufhin welches Equipment am passendsten ist. 

Die Kostenlose Variante: 

Filmt euch oder die gefilmte Person  z.B. aus der Richtung eines Fensters, oder schaut was ihr bereits für Hauslampen im Besitz habt,  denn oft bieten sich Lampen mit Schirm bereits gut an, da sie weiches Licht von sich geben. Achtet aber darauf, wenn ihr Raumbeleuchtung verwendest, dass sie nicht flackert.  Deswegen macht immer ein kurzes Testvideo, sodass ihr es später auf keinen Fall im richtigen Video habt.  

Basic Variante, so ca. 100 Euro 

Eine Möglichkeit gut ausgeleuchtet zu sein ist das Ringlicht. Die meisten Ringlichter haben  verschiedene einstellstufen für Lichtintensität und Lichttemperatur (blaues Licht oder  orangenes). Sie bieten sich gut an um Gesichter oder Gegenstände gut frontal  auszuleuchten, deswegen sehr gut geeignet für Portrait aufnahmen. Leider nicht sehr  passend für weitwinkligere Aufnahmen, da sie eher für kurze Distanzen geeignet sind um optimale Lichtverhältnisse zu erhalten. 

Advanced Variante, so ca. 200 Euro 

Wenn ihr bestimmter Ausleuchten möchtet besorgst ihr euch z.B. zwei Softboxen. Ihr könnt auf diese Weise von verschiedenen Punkten gezielt beleuchten um Beispielsweise Gesichtsfeatures hervorzuheben oder ein Produkt optimal zur Geltung bringen. Auch wie beim Ringlicht hat man mehrere Einstellungsmöglichkeiten und auch den Vorteil das man nicht nur Frontal ausleuchten muss. Es ermöglicht Filmen von weiter weg und nicht nur Portraitausschnitte.  

 

Welche Kamera soll ich kaufen? 

Auch hier kann man sich Gedanken machen ob man wirklich eine kaufen muss, denn inzwischen trägt fast jeder eine gute Kamera in seiner Hosentasche. Smartphones haben sich in den letzten Jahren extrem gut gemacht und in vielen Fällen ist die Kameraqualität mehr als genug. Auch euer Smartphone ist höchstwahrscheinlich für Videoaufnahmen geeignet, wenn es diese Punkte erfüllt: 

  • Ist das Smartphone nicht älter als 3-4 Jahre 
  • Ist das Smartphone von einem namenhaften Hersteller wie z.B. Samsung, Apple, Huawei, Oneplus, etc. 
  • Und ist das Smartphone in technisch gutem Zustand? (keine Kratzer auf der Linse, technische Ausfälle, ….) 

Euer Smartphone erfüllt die Kriterien und ihr habt damit eine Kamera, also warum sollte man sich dann noch für eine teure variante in Form einer Filmkamera entscheiden? Mit dem Preis kommen natürlich Vorteile die eine Handykamera nicht in gleicher Qualität liefern kann.  

Folgende Vorteile sind wichtig: 
  • Die Tiefenunschärfe. Während ein Handy auch die Tiefenunschärfe technisch durch Algorithmen hinzufügen kann, hat eine Kamera nun mal eine echte Tiefenunschärfe, die natürlicher wirkt und ein Bild gleich lebendiger aussehen lässt. Gerade im Portrait Bereich ist das Arbeiten mit Tiefenunschärfe immer zu empfehlen.  
  • Die Variable Brennweite. Es ermöglicht eine bessere Wahl des Ausschnitts 
  • Du hast eine erweiterbare Basis. Eine Kamera ist anpassungsfähig. Du kannst je nach Situation verschiedene Objektive einsetzen, um mehr aus deinem Video zu holen.  
  • Deine Kamera ist Lichtstärker. Du wirst weniger Probleme haben bei wenig Licht zu filmen. Durch die Anpassungsfähigkeit der Kamera und des etwas höheren Spielraum mit dem ISO-Faktor bevor dein Bild verrauscht ist, hast du mehr Chancen auf ein gutes Bild auch bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen 

Unsere Empfehlungen für Einsteiger Kameras wären: 

  • Die Canon EOS 90D, ca. 1.300 Euro 
  • Die Sony A6400, ca. 1.000 Euro 

Und solltest du Überlegen ein neues Handy zu kaufen und legst Wert auf die Kamera empfehlen wir. 

  • IPhone 12 pro, ca. 1.100 Euro 
  • Samsung Galaxy S21, ca. 1.250 Euro 
  • Google Pixel 5, ca. 630 Euro 

 Sofern ihr keine Stummfilme produzieren wollt, fehlt noch der Ton 

Auch ein guter Ton ist ausschlaggebend für eine bessere Qualität eures Videos, denn eine angenehme Audiokomponente fesselt den Zuschauer mehr an das was er sieht. Hier sind ein paar Tipps um deinen Ton zu verbessern.  

Tipp 1: 

Achte auf die Akustik an eurem Aufnahmeort. Überprüfe ob du einen Hall hast und ob man klar verständlich ist.  

Tipp 2:  

Benutzt euer Smartphone als Mikrophon.  

Tipp 3: 

Verwendet ein externes Mikrofon. Es gibt verschiedene Mikros die bereits zu einem geringen Preis erhältlich sind und je nach Produkt sich sowohl für Kamera als auch Handy verwenden lassen.  

Auch hier wieder unsere Empfehlungen: 

  • Das RODE Wireless Go, ca. 180 Euro 

Es ist Kabellos und damit flexibler und kann mit Kamera wie auch Smartphone verwendet  werden 

  • Das RODE smartLAV+, ca. 50 Euro 

Es ist Kostengünstiger und kann auch mit dem Smartphone verwendet werden, ist jedoch  nicht Kabellos.  

Hier nochmal ein Link von uns falls ihr Interesse an bestimmtem Gear habt: https://kit.co/Visiris

Überlege stets welche Kamera du brauchst und welche die Richtige für dich ist.

Überlege stets welche Kamera du brauchst und welche die Richtige für dich ist.

Ihr habt dein Video gedreht, was nun?

Filmen ist nur die halbe Miete, denn jetzt wird es Zeit für die Postproduktion. Ein gutes Video wird nur richtig gut durch Schnitt und Bearbeitung. Es gibt viele verschiedene Programme, welche sich dafür anbieten und hier muss man nicht unbedingt mehrere tausend Euro ausgeben um ein qualitativ hochwertiges Endprodukt zu erhalten. Wir haben euch hier ein paar Anfänger freundliche Softwares rausgesucht.

Für Windows 
  • Adobe Premiere Rush – kostenlos, Anfängerfreundlich 
  • DaVinci Resolve – kostenlos, etwas fortgeschrittener 
  • Adobe Premiere Pro – ca. 20Euro/Monat, etwas fortgeschrittener 
Für MacOS 
  • Adobe Premiere Rush – kostenlos, Anfängerfreundlich 
  • IMovie – kostenlos, Anfängerfreundlich  
  • DaVinci Resolve – kostenlos, etwas fortgeschrittener 
  • Final Cut Pro – ca. 330 Euro, etwas fortgeschrittener 
  • Es ist sogar Möglich auf deinem Handy zu schneiden: 
Für IOS 
  • Adobe Premiere Rush – kostenlos, Anfängerfreundlich 
  • LumaFusion – ca. 30 Euro, etwas fortgeschrittener 
Für Android 

Adobe Premiere Rush (nur ausgewählte Geräte) – kostenlos, Anfängerfreundlich 

PowerDirector – Kostenlos, etwas fortgeschrittener 

 

Bevor ihr anfängt aber eure Videos zu bearbeiten, versichert euch, dass die Leistung eures PC ausreichend ist. Man sollte Minimum 8 GB Arbeitsspeicher besitzen, doch selbst wenn die gegeben sind läuft nicht jedes Programm einwandfrei. Solltest man weniger als 16 GB hat empfehlen wir Adobe Premiere Rush. Wenn man mehr als 16 GB hat, kann man auch Adobe Premiere Pro oder DaVinci Resolve sorgenfrei verwenden. Es gibt nichts Ärgerlicheres als wenn euer PC abstürzt oder zu langsam ist um euer Video entsprechend zu bearbeiten.  

Der letzte Arbeitsschritt ist die Veröffentlichung eueres Videos.

Euer Video ist fertig bearbeitet und nun wollt ihr auch, das es gesehen wird.

Es gibt mehrere Punkte für euch zu beachten, wenn ihr wollt, dass es gesehen wird.  

Die Plattform 

Macht euch Gedanken auf welcher Plattform soll euer Video veröffentlicht werden. Es gibt  inzwischen so viele verschiedene Seiten wie YouTubeFacebook, Instagram, etc. Und mit jeder  Seite hat man eine andere Zielgruppe und evtl. sogar andere Formate.  

Statistiken sind euer Freund 

Auch wenn Statistiken nicht immer gut aussehen oder auch kompliziert am Anfang, hört auf  sie. Ihr wollt Verbesserung sehen und deswegen müsst ihr lernen sie zu lesen und anhand  daran herausfinden wie ihr euer Video optimieren könnt.  

Haltet Kontakt zu eurer Zielgruppe 

“Viewer Interaction” Interagiert mit euren Zuschauern, zeigt ihnen, dass ihr auf ihr Feedback eingeht und verbessert dadurch stehts euren Content. Dies baut auch eine Bindung auf  und kann dafür sorgen, dass ihr euch eine Viewer Base aufbaut. 

Was nun? 

Nun habt ihr das Basiswissen was Equipment und Software angeht, also schnappt euch euer Handy oder eure Kamera und filmt eure Projekte, welche ihr schon Monate im Kopf habt und setzt es um, denn jetzt wisst ihr was ihr braucht an Equipment. 

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